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            <title>Landesdelegiertenkonferenz &amp; Landeswahlversammlung BTW21 - 22.08.2020: Anträge</title>
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                <title>Landesdelegiertenkonferenz &amp; Landeswahlversammlung BTW21 - 22.08.2020: Anträge</title>
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                        <title>D2-LDK: Die Folgen von Covid-19 solidarisch bewältigen und daraus lernen</title>
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                        <author>LDK B90/Grüne MV (beschlossen am: 22.08.2020)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Präambel:</strong><br>
Die Infektionskrankheit Covid-19 beeinflusst unser aller Leben in einer bisher ungekannten Weise. Einschränkungen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sind unvermeidlich, doch sie führen zu wirtschaftlichen Schäden. Auch zeigt die Krankheit wie durch ein Brennglas auf, wo sich die sozialen Verwerfungen unserer Gesellschaft befinden, wo es Menschen sozial, ökonomisch und mental schlecht geht und wo verantwortungsvolle Politik handeln muss. Der Bundestag und der Landtag M-V haben reagiert und zahlreiche Hilfsangebote und Initiativen zur Milderung der Folgen der Covid-19-Pandemie gestartet. Dies begrüßen wir. Trotzdem sehen wir Verbesserungsbedarf. Die Bundesregierung hat es wie in vielen anderen Bereichen versäumt, Vorsorge zu betreiben und eine Strategie für den Krisenfall zu entwickeln. Eine Studie des RKI von 2013 wurde z.B. ignoriert. Covid-19 stellt uns vor Herausforderungen, die wir nur als solidarisch agierende Gesellschaft unter weiterer Bearbeitung der Zukunftsthemen bewältigen können. In den letzten Wochen haben jedoch auch zahlreiche Menschen öffentlich ihre Meinung bekundet, die in den aktuellen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung eine nicht hinnehmbare Bevormundung durch den Staat sehen. Diese Meinungsäußerungen reichen bis zur offenen Ablehnung unserer demokratischen Staatsform unter Verwendung verfassungsfeindlicher, rechtsextremer Symbolik.<br><br><br><strong>Die LDK von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern am 22.08.2020 in Güstrow beschließt vor diesem Hintergrund folgende Erklärung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Wir BÜNDNISGRÜNE stehen für ein solidarisches Miteinander in den Zeiten der Krise. Die bisherigen Erfahrungen mit der Krankheit zeigen, dass keine Personengruppe vor ernsten Verläufen von Covid-19 gefeit ist. Solidarisch zu handeln bedeutet für uns auf wissenschaftlicher Basis begründete Hygienemaßnahmen auch anzuwenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Solidarisch zu handeln heißt für uns ebenso, mit praktischen Hilfsmaßnahmen und politischen Aktivitäten dafür zu sorgen, dass niemand in schwieriger sozialer und ökonomischer Lage vergessen wird. Wir kümmern uns um unsere Nachbar*innen und treten für finanzielle Hilfsprogramme ein, die es wirtschaftlich gebeutelten Branchen, die es Künstler*innen, Veranstalter*innen, Einzelhändler*innen, Gastronom*innen, Selbständigen u.v.m. erlauben, die Verdienstausfälle zu kompensieren. Wir haben insbesondere die Bedürfnisse der Alleinerziehenden, Familien und all jener Menschen im Blick, die andere Menschen zu betreuen, zu pflegen und zu versorgen haben. Diese Menschen brauchen ganz dezidiert Entlastung, Unterstützung und Perspektiven.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.Die Pandemie legt schonungslos offen, wie stark die Schere zwischen arm und reich in unserem Land auseinanderklafft. Besonders deutlich wird dies im Bereich der Bildung. Während Kinder und Jugendliche in ökonomisch besser gestellten Situationen in Zeiten des Lockdown und des Homeschooling die heute geforderte digitale Infrastruktur im heimischen Haushalt nutzen können, haben Kinder und Jugendliche aus ökonomisch prekären Verhältnissen oft nicht einmal einen ruhigen Arbeitsplatz. Expertinnen und Experten stellen fest: &quot;Die Corona-Krise verschärft die soziale Bildungskrise massiv. Die armen Kinder drohen den Anschluss zu verlieren.&quot;<sup>1</sup> Deshalb treten wir für eine echte Kindergrundsicherung ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.Covid-19 macht ebenso deutlich, wie dringend notwendig ein gut mit Personal sowie mit guten baulichen und hygienischen Bedingungen ausgestattetes Bildungssystem ist. Kitas und Schulen brauchen eine bessere Ausstattung mit pädagogischem Personal. Die bisherige Mangelverwaltung und der völlig unzureichende Betreuungsschlüssel in den Kitas des Landes zeigen uns besonders jetzt in der Krise die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Auch sind ungenügende sanitäre Anlagen keine gute Basis, die Ausbreitung von Covid-19 einzuschränken.<br>
Lehrerinnen und Lehrer müssen verschiedene Formen der Kompetenzvermittlung anwenden können. Dazu müssen sie inhaltlich und technisch besser ausgerüstet werden. Es braucht dringender denn je eine funktionierende digitale Infrastruktur an den Schulen, die eine gute Vermittlung von Lehrstoffen nicht nur in Zeiten eines eventuell notwendigen weiteren Lockdowns ermöglicht. Mit unseren politischen Initiativen treten wir vor Ort für eine schnelle und effiziente Nutzung des Digitalpaktes Schule und des Sofortprogramms Digitales Lernen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.Die Infektionskrankheit Covid-19 und ihre Folgen dürfen nicht als Begründung dafür herhalten, die Erreichung wichtiger gesellschaftlicher Ziele zu den Akten zu legen. Jenen Bestrebungen, die mit dem Argument der wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 den dringend notwendigen Klimaschutz von der politischen Tagesordnung nehmen wollen, erteilen wir eine klare Absage. Die erhöhten finanziellen Aufwendungen bei der Bewältigung der Pandemie dürfen nicht zu Lasten von Energie-, Verkehrs- und Agrarwende gehen. Finanzielle Hilfsmaßnahmen müssen viel stärker an nachhaltigen Kriterien ausgerichtet werden. Daher lehnen wir finanzielle Hilfen für klimaschädliche Branchen ab. Mehr statt weniger Klimaschutz ist unsere Handlungsmaxime.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>6.Covid-19 zeigt, wie anfällig komplexe gesellschaftliche und natürliche Systeme für Krisen sind. Angesichts derartiger Pandemien und der schon jetzt spürbaren Auswirkungen des Klimawandels ist es für uns wichtig, Strukturen und Prozesse zu entwickeln, die gegenüber Krisen und Katastrophen stabil und widerstandsfähig sind (Resilienz). Nachhaltigkeit und das Vorsorgeprinzip als politische Grundhaltungen sind hierfür Voraussetzung. Sie werden von uns konsequent vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>7.Covid-19 zeigt uns nachdrücklich, wie wichtig die Stärkung eines umweltfreundlichen Verkehrsverbundes in unserem Bundesland ist. Die Infrastruktur für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen und die Schnittstellen des Radverkehrs mit dem ÖPNV sind stark verbesserungswürdig. Wir treten in den Kommunen und Landkreisen vehement für ein verbessertes Radwegenetz, mehr Serviceeinrichtungen (z.B. Mobilitätsstationen) für Radfahrer*innen ein. Der ÖPNV muss ausgebaut werden. Gelder müssen konsequent zugunsten des ÖPNV sowie des Fuß- und Radverkehrs umverteilt werden.<br>
Die schon vor Covid-19 übervollen Busse der Schüler*innenbeförderung dürfen wir nicht hinnehmen. Ein Schutz vor Verbreitung der Erkrankung ist unter diesen Umständen nicht gegeben. Wir fordern von den Kommunen und der Landesregierung den Einsatz von mehr Fahrzeugen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>8.Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut. Auch unter den Einschränkungen von Covid-19 muss gewährleistet sein, dass Menschen unter Einhaltung der notwendigen hygienischen Schutzmaßnahmen ihre Meinungen öffentlich äußern können. Wenn jedoch verschwörungsideologische und rechtsextreme Akteure, Kampagnen und Gruppierungen die Pandemie nutzen, die demokratische Verfasstheit unseres Staates zu bekämpfen und in unsolidarischer Weise Schutzmaßnahmen gegen die Krankheit zu missachten, treten wir dem entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>9.Covid-19 macht nicht an Grenzen halt. Menschen in Regionen, die durch Klimawandel, Krieg und andere Rahmenbedingungen ohnehin benachteiligt sind, verdienen mehr denn je unsere umfassende Unterstützung. Dazu gehören direkte finanzielle und soziale Hilfen sowie höchste Anstrengungen zur Befriedung von Regionen. Menschen, die keine unmittelbare Perspektive in ihrer Heimat haben, müssen wir Möglichkeiten geben, sich auch bei uns ein neues Leben aufzubauen. Internationale Solidarität muss Vorrang vor nationalem Handeln haben.Deshalb setzen wir uns für ein Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>10.Die Situation in den Flüchtlingsunterkünften in unserem Land verschärft sich unter dem Eindruck von Covid-19 zusehends. Die Menschen dort können sich nicht vor der Krankheit schützen. Asylsuchende werden in Massenunterkünften untergebracht. 500 Menschen und mehr gelten als gemeinsamer Haushalt. Obwohl sie zum Teil abgesenkte Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) beziehen, sollen sie davon noch Mehrausgaben für Desinfektion und Hygiene bestreiten. Das ist eine Ungleichbehandlung, die wir nicht akzeptieren. Wir fordern zur Vermeidung von Massenunterkünften eine dezentrale Unterbringung von Geflüchteten in Wohnungen und wohnungsähnlichen Formen, einen Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle Menschen unabhängig vom Aufenthaltsstatus und eine Garantie der Rechte und des Schutzes von geflüchteten Kindern in Aufnahmeeinrichtungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>11.Staatliches und solidarisches Handeln erfordert eine ausreichende soziale Infrastruktur. Diese Infrastruktur sollte weitgehend in kommunaler Hand sein. Die Personal- und Sachausstattung von Krankenhäusern, Gesundheitsämtern sowie Hilfsangeboten muss verbessert werden und in ganz M-V verfügbar sein. Neben der Bekämpfung von Krankheitsfolgen muss zudem ein größerer Fokus auf die Prävention gelegt werden. In diesem Sinne setzen wir uns für eine bessere Bezahlung von Beschäftigten im Gesundheitswesen und im öffentlichen Gesundheitsdienst ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>12.Wir BÜNDNISGRÜNEN setzen uns für die Nachbesserung der Covid-19-Soforthilfen für Künstler*innen in M-V und die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsstipendien ein, die in der Zeit der Covid-19-Beschränkungen helfen sollen, die daraus resultierenden finanziellen Verluste von Einkommen aus der selbstständigen Arbeit zu kompensieren und die künstlerische Arbeit fortzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>13.Covid-19 zeigt, dass es möglich ist, in unserer Gesellschaft flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse der Lebensgestaltung zu reagieren. Diese Erkenntnisse wollen wir nutzen, um weiter daran zu arbeiten, neue Modelle der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, Arbeit und häusliche Pflege, Arbeit und Betreuung von Kindern zu entwickeln und zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><sup>1 </sup>Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes; <a href="https://www.sozial.de/neue-zahlen-zur-kinderarmut-corona-krise-verschlimmert-situation.html">https://www.sozial.de/neue-zahlen-zur-kinderarmut-corona-krise-verschlimmert-situation.html</a></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Oct 2020 15:29:16 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D3-LDK: Solidarität mit den Beschäftigten im Gesundheitswesen – Faire Löhne jetzt!</title>
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                        <author>LDK B90/Grüne MV (beschlossen am: 22.08.2020)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Solidarität mit den Beschäftigten </em></strong><strong><em>im Gesundheitswesen</em></strong> – Faire Löhne jetzt!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Gesundheit ist Daseinsvorsorge und wir alle haben während der Corona-Pandemie gesehen, wie systemrelevant eine gute Gesundheitsversorgung ist. „Klatschen vom Balkon“ ist gut gemeint, die Krankenhausbeschäftigten brauchen jedoch echte Anerkennung. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, da eine 2. Corona-Welle nicht ausgeschlossen werden kann. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Daher möge die Landesdelegiertenkonferenz MV beschliessen:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>1. Wir Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern setzen uns auf allen politischen Ebenen für eine nachhaltige Gesundheitspolitik ein, die sich vom Ansatz der Profitmaximierung löst, die eine Versorgung in der Fläche sichert und die sich an den Bedarfen der Bürger*innen orientiert. Wir brauchen ein starkes Gesundheitssystem mit motivierten Fachkräften um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>2. Wir solidarisieren uns mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Krankenhäuser und unterstützen sie im Kampf für einen Tarifvertrag mit fairer Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen - wie aktuell in den DRK-Krankenhäusern Grimmen und Grevesmühlen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em><em>3. Ziel muss sein, allen Beschäftigten faire Löhne zu zahlen. Dazu gehören selbstverständlich auch die Berufsgruppen außerhalb des Pflegebereiches. Es nicht hinzunehmen, dass Krankenhausbeschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020 immer noch deutlich schlechter bezahlt werden, als die Beschäftigten in Lübeck, Hamburg oder Kiel. Gute Arbeitsbedingungen und auskömmliche Löhne sind Grundvoraussetzung, dass Krankenhauspersonal sich langfristig in MV verankert, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und die medizinische Grundversorgung an beiden Standorten langfristig zu sichern.</em></em></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Oct 2020 14:49:08 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4-LDK: MV braucht Transparenzgesetzgebung und Lobbyregister</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/MV_braucht_Transparenzgesetzgebung_und_Lobbyregister-20541</link>
                        <author>LDK B90/Grüne MV (beschlossen am: 22.08.2020)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Einführung einer Transparenzgesetzgebung für Abgeordnete und ein Lobbyregister auf Landesebene.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen wir für eine starke parlamentarische Demokratie, Beteiligungen von Bürgerinnen und Bürgern an Veränderungen und für demokratische Kontrolle von Machtpositionen. Transparenz ist für all diese Ziele die Basis. Wir sind Anwältinnen und Anwälte der Demokratie und fordern deshalb anknüpfend an unseren Beschluss auf der Landesdelegiertenkonferenz vom 10. und 11. Oktober 2015 in Stralsund<a href="#_ftn1">[1]</a>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Die Einführung einer neuen Transparenzgesetzgebung für Mandatsträger und Mandatsträgerinnen.</strong> Die Öffentlichkeit muss ein Recht auf Informationen über Gelder haben, die Politiker*innen neben ihren Diäten im Landtag erhalten. Sie muss wissen, in welcher Form sich gewählte Volksvertreter*innen „etwas dazu verdienen.“ Die Wahrnehmung des Mandats sollte im Mittelpunkt des Berufslebens von Abgeordneten stehen. Jegliche Zusatzeinnahmen ab einer Höhe von 750 Euro pro Jahr, egal ob sie aus Nebentätigkeiten oder dem erlernten Hauptberuf resultieren, sollten daher öffentlich gemacht werden. Das Abgeordnetengesetz muss zu einem Transparenzgesetz werden. Wer den Verdacht von Korruption, Vetternwirtschaft und undurchsichtiger Verteilung von Steuergeldern verhindern will, muss sich in seiner Vorbildfunktion besonderen Regeln unterwerfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Die Einführung eines öffentlichen Lobbyregisters.</strong> Egal ob eingetragener Verein, Börsenunternehmen oder Bürgerinitiative – alle Vereinigungen, die Einfluss auf die Arbeit von Abgeordneten nehmen, sollten in einer öffentlichen Datenbank für die Bürgerinnen und Bürger dokumentiert werden. Wähler und Wählerinnen müssen einsehen können, wer von Landtag und Landesregierung (d.h von Abgeordneten und Mitgliedern der Regierung wie Minister*innen und Staatssekretär*innen) angehört wird. Bevor Gesetze und Erlasse entstehen, muss der Eindruck von Hinterzimmer-Politik, Kungeleien und Übervorteilung bestimmter Gesellschaftsgruppen vermieden werden. Ein neues Lobbyregister wird verdeckte und manipulative Lobbyarbeit erschweren, sowie Akzeptanz und Verständlichkeit von politischen Entscheidungen erhöhen.<br><br><strong>3. Die Einführung einer Veröffentlichungspflicht von Abgeordneten-Gesprächen. </strong>Die Abgeordneten-Arbeit findet nicht nur in Ausschuss- und Landtagssitzungen statt, sondern auch auf zahlreichen Treffen mit Interessensvertreter*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Bei diesen Gesprächen findet manchmal nicht nur notwendiger Informationsaustausch statt, sondern auch das Werben um politische Unterstützung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen. Wir möchten, dass analog der Regelung für EU-Parlamentarier alle Landtagsabgeodneten veröffentlichen, wann sie sich mit welchen Interessensvertreter*innen zu welchem Thema beraten haben. Die Öffentlichket hat ein Anrecht darauf zu erfahren, welche Gesprächspartner die politische Arbeit unserer Landtagsabgeordneten beeinflussen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Verhaltensregeln für Abgeordnete in Schwerin bleiben in ihrer derzeitigen Form weit hinter denen des Bundestages und des Europäischen Parlaments zurück. So müssen die Volksvertreterinnen und Volksvertreter im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns die Summe ihrer Einkünfte aus Haupt- und Nebenberufen nicht veröffentlichen<a href="#_ftn1">[2]</a>. Diese Regelung lädt zum Verschweigen von Interessenskonflikten ein und kann ein Grund für hohe Politikverdrossenheit im Land sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Außerdem gibt es in Mecklenburg-Vorpommern anders als in Bundesländern wie Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt oder im EU-Parlament<a href="#_ftn2">[3]</a> kein Lobbyregister, welches Einflussnehmer*innen auf die Politik dokumentiert und für die Öffentlichkeit sichtbar macht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Politikverdruss und Misstrauen gegenüber demokratischen Verfahren sind in ganz Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Lediglich 18 Prozent der Bürger*innen und Bürger unseres Bundeslandes sind mit der Demokratie zufrieden<a href="#_ftn3">[4]</a>. Dieses alarmierende Problem wird durch nichtöffentlichen Lobbyismus verstärkt. Zudem leidet die Akzeptanz staatlicher Institutionen und deren Vertreter*innen, wenn Wählerinnen und Wähler nichts über den Umfang von Nebentätigkeiten und Extrajobs von Berufspolitiker*innen wissen. Der Fall Philipp Amthor hat dies deutlich in Erinnerung gerufen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Der damalige Antrag „Nebeneinkünfte offenlegen“ wurde von Christopher Dietrich, Constanze Oehlrich, Falk Jagszent, Florian Fröhlich und Erik Lohse gestellt:<br><a href="https://gruene-mv.de/userspace/MV/lv_mv/Dokumente/LDK/1510_HST/dokumente/beschluesse/151010_Beschluss_V2_Nebeneinkuefte_offenlegen.pdf">https://gruene-mv.de/userspace/MV/lv_mv/Dokumente/LDK/1510_HST/dokumente/beschluesse/151010_Bes-chluss_V2_Nebeneinkuefte_offenlegen.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[2]</a> Landtagshandbuch und Artikel der Schweriner Volkszeitung:<br><a href="https://www.svz.de/26020997">https://www.svz.de/26020997</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref2">[3]</a> Recherche von Abgeordnetenwatch:<br><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/lobbyregister-jetzt/lobbyregister-auf-landesebene-der-stand-der-dinge-deutschland">https://www.abgeordnetenwatch.de/lobbyregister-jetzt/lobbyregister-auf-landesebene-der-stand-der-dinge-deutschland</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref3">[4]</a> Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.,2018<em>:</em><br><a href="https://www.kas.de/documents/252038/7995358/Regionale+Vielfalten+30+Jahre+nach+der+Wiedervereinigung+%28pdf%29.pdf/e6142545-882d-deae-6d9f-e07df60ec748?version=1.0&amp;t=1580914257594">https://www.kas.de/documents/252038/7995358/Regionale+Vielfalten+30+Jahre+nach+der+Wiedervereinigung+%28pdf%29.pdf/e6142545-882d-deae-6d9f-e07df60ec748?version=1.0&amp;t=1580914257594</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Oct 2020 14:00:23 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V3-LDK: MV und Russland: Zeit für einen neuen Dialog</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/motion/28541</link>
                        <author>LDK B90/Grüne MV (beschlossen am: 22.08.2020)</author>
                        <guid>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/motion/28541</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für internationale Zusammenarbeit, transnationalen zivilgesellschaftlichen Austausch und wirtschaftliche Kooperationen. Aber nicht um jeden Preis. Demokratische Grundwerte und Minderheitenrechte sind für uns wichtiger als Profitwünsche von Unternehmen. Wir kritisieren daher eine Politik, die Menschenrechte wirtschaftlichem Gewinnen unterordnet und fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Einen Ausbau der Handelsbeziehungen insbesondere zu unseren Nachbarn im Baltikum und in Osteuropa, einen verstärkten Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus Russland und ein Ende der so genannten „Russlandtage“ für Wirtschaftsvertreter in der bisherigen Form.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Ein klares Bekenntnis der Landesregierung zur Sicherheit unserer Partnerländer im Baltikum und Osteuropas.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Die Umsetzung und Finanzierung eines neuen Landes-Austauschprogramms mit Schüler*innen, Student*innen, demokratischen Oppositionellen, Journalist*innen, Sportlern, Künstler*innen und NGOs, die sich für demokratische Werte in Russland und anderen ehemaligen Republiken der Sowjetunion einsetzen.</strong> Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dieses neue MV-Ost-Stipendium samt Visaerleichterungen bekommen, soll es jährlich ein neues Demokratie-Forum geben, welches einen direkten Dialog mit der Bevölkerung anregt. Ziel des Landes-Austauschprogramms ist es einerseits, den Stipendiat*innen Einblick in unser Leben zu geben und ihnen zu ermöglichen, demokratische Prozesse in der Praxis kennenzulernen. Andererseits sollen die Bürger*innen aus MV durch offene Diskussionsforen und Informationsveranstaltungen von den Stipendiat*innen erfahren, wie sich ihr Leben Zuhause gestaltet. Diese direkte und persönliche Auseinandersetzung wird ein tieferes Verständnis für die tatsächlichen heutigen Verhältnisse in den Nachfolgestaaten der UdSSR befördern und einen neuen Dialog ermöglichen. Dieser soll die Basis für einen direkten, zivilgesellschaftlichen Austausch auf Augenhöhe werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im nächsten Jahr soll nach Planungen der Landesregierung wieder ein „Unternehmertag: Russlandtag in Mecklenburg-Vorpommern&quot; stattfinden<a href="#_ftn1">[1]</a>. Es soll der vierte „Russlandtag“ für Wirtschaftsvertreter*innen und Politiker*innen in unserem Bundesland werden. Die bislang größte Wirtschaftsdelegationsreise einer Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns führte nach Russland<a href="#_ftn2">[2]</a>. Sie wäre dieses Jahr wiederholt worden, wenn die Pandemie-Maßnahmen keine Verschiebung bewirkt hätten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Platinsponsor des vergangenen Russlandtages in Rostock war die Nord Stream AG<a href="#_ftn3">[3]</a>. Und obwohl Mecklenburg-Vorpommerns Außenhandelsumsatz mit Ländern wie Polen oder den Niederlanden weitaus größer ist, umwirbt die Landesregierung in der Öffentlichkeit vor allem Wirtschaftslobbyisten aus Russland. Demgegenüber scheint das Interesse der russischen Regierung an engeren wirtschaftlichen Beziehungen zu MV deutlich geringer zu sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig ist Russland nicht erst seit der Verfassungsänderung in diesem Sommer ein pseudodemokratisch regierter Staat. Gewaltenteilung, Minderheitenschutz, Meinungs- und Pressefreiheit sowie faire und freie Wahlen sind eingeschränkt<a href="#_ftn4">[4]</a>. Nach den Kriegen in Transnistrien und Tschetschenien griff Russland in vier kriegerische Konflikte ein oder löste sie aus. Im zweiten Tschetschenien-Krieg (1999 bis 2009), im Georgien-Krieg (2008), bis zum heutigen Tag auf den Schlachtfeldern Syriens (seit 2015) und in der Ukraine (seit 2014) ist die russische Regierung für den Tod Zehntausender Menschen verantwortlich.<a href="#_ftn5">[5]</a> Jedes Jahr gibt die russische Regierung Milliarden aus, um ihre militärischen Abenteuer propagandistisch zu inszenieren<a href="#_ftn6">[6]</a>. Oppositionelle werden in Russland und im europäischen Ausland ermordet.<a href="#_ftn7">[7]</a> Und mit dem europarechtlich fragwürdigen und ökologisch unsinnigen Bau der North-Stream-2-Pipeline durch die Ostsee und das Binnenland MVs spaltet Russland die EU und beschädigt unsere Umwelt nachhaltig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die von der SPD angeführte Landesregierung stellt sich nicht entschieden gegen diese Ungerechtigkeiten. Der Sinn der EU-Sanktionen, die nach Russlands mehrmaligem Bruch des Völkerrechts verhängt wurden, wird dadurch unterlaufen. Das Vertrauen in die Demokratiefestigkeit unserer Gesellschaft wird beschädigt. Und unser Ansehen unter europäischen Nachbarn leidet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quellen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.russlandtag-mv.de/de/Aktuelles/">https://www.russlandtag-mv.de/de/Aktuelles/</a> </p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/landtag-schwerin-land-plant-unternehmertreffen-der-ostsee-laender-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-191211-99-95504">https://www.sueddeutsche.de/politik/landtag-schwerin-land-plant-unternehmertreffen-der-ostsee-laender-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-191211-99-95504</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.russlandtag-mv.de/static/RLT/Dateien/Sponsoringpaket_Uebersicht_10_01_2018.pdf">https://www.russlandtag-mv.de/static/RLT/Dateien/Sponsoringpaket_Uebersicht_10_01_2018.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/syrien-wladimir-putin-hybrider-krieg-russland-propaganda">https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/syrien-wladimir-putin-hybrider-krieg-russland-propaganda</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/syrien-wladimir-putin-hybrider-krieg-russland-propaganda">https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/syrien-wladimir-putin-hybrider-krieg-russland-propaganda</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.tagesspiegel.de/themen/freie-universitaet-berlin/propaganda-in-russland-putins-neue-kriege/19405012-all.html">https://www.tagesspiegel.de/themen/freie-universitaet-berlin/propaganda-in-russland-putins-neue-kriege/19405012-all.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/2015-03/putin-nemzow-hitler-mord-russland-fsb-moskau">https://www.zeit.de/politik/2015-03/putin-nemzow-hitler-mord-russland-fsb-moskau</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Oct 2020 13:52:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2-LDK: Jagd zeitgemäß gestalten – GRÜNE Jagdpolitik für MV</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Jagd_zeitgemaess_gestalten__GRUeNE_Jagdpolitik_fuer_MV-10450</link>
                        <author>LDK B90/Grüne MV (beschlossen am: 22.08.2020)</author>
                        <guid>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Jagd_zeitgemaess_gestalten__GRUeNE_Jagdpolitik_fuer_MV-10450</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben eine positive Grundeinstellung zur naturschonenden Nutzung lokaler Ressourcen, die in der Regel mit einer guten Ökobilanz der Produkte einher geht. Sie liefert lokale Wertschöpfung und Perspektiven für den ländlichen Raum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Sinne betrachten wir auch die Jagd als eine legitime Form der Landnutzung. Sie ist ein Eingriff in die Natur – wie jede andere Landnutzung auch. Dabei ist die Jagd freilebender Wildtiere gegenüber der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung prinzipiell die tiergerechtere Form, da die Wildtiere bis zum Abschuss ein natürliches Leben führen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine naturnahe und nachhaltige Jagd hat daher dort ihre Berechtigung, wo die Populationen von Tierarten diese Nutzung erlauben und wo sie natur- und tierschutzgerecht ausgeübt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jedoch tritt in der Kulturlandschaft als Begründung der Jagd heute vielfach ein anderer Grund in den Vordergrund: Das Ziel, bestimmte Wildtierbestände zu begrenzen. Anerkannt werden können dabei sowohl Gründe des Natur- und Artenschutzes, als auch der landwirtschaftlichen und waldbaulichen Landnutzung (Wildschadensvermeidung). Keine tierschutzrechtliche Rechtfertigung für eine Bestandsregulierung hat hingegen die Konkurrenz von Beutegreifern mit der Jagd. Kein Wildtier darf nur aus dem Grund geschossen werden, weil es Tiere frisst, die der Jäger erlegen will. Neben der Frage, welche Wildtierarten genutzt werden können und sollten, ist die zentrale jagdpolitische Frage demnach, ob und welche Wildtierbestände begrenzt werden sollten und welche Methoden dafür zulässig sein sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNEN setzen uns für eine an ökologischen und zeitgemäßen wildbiologischen Kriterien orientierte und ethisch vertretbare Jagd ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für die Erhaltung und Wiederherstellung naturnaher Wälder, Hecken und Feldgehölze kommt der Jagd eine besondere Bedeutung zu. Die Bestände an Rehen und Hirscharten haben sich in den letzten 100 Jahren vervielfacht, bedingt durch gezielte „Hege“ und Bestandesaufbau und gefördert durch immer intensivere und energiereiche Landwirtschaft. Auch Kiefernwälder mit Kahlschlägen liefern ein deutlich höheres Nahrungsangebot als naturnahe Buchenwälder.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Überhöhte Schalenwildbestände (Rehe, Rothirsche, Damhirsche, Mufflon, Wildschweine) verursachen enorme Schäden an unseren Wäldern und in der Landwirtschaft. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Problem besonders gravierend, wie unter anderem die Ergebnisse der Bundeswaldinventur 3 belegen. Die Jagd muss dafür sorgen, dass die ganze Bandbreite der standortheimischen Vegetation ohne aufwändige Schutzmaßnahmen aufwachsen kann. Eine waldfreundliche Jagd als unerlässliche Voraussetzung naturnaher Waldentwicklung ist die wichtigste jagdliche Aufgabe der Zukunft. Unser Leitbild der „Naturgemäßen Waldwirtschaft“ setzt flächendeckend verhältnismäßig niedrige Schalenwildbestände voraus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anzuerkennen ist die Tatsache, dass intensive jagdliche Nutzung (Feinddruck) die Reproduktion der bejagten Arten ankurbelt. Bei vielen Arten (u.a. Wildschwein, Fuchs, Waschbär) ist entsprechend zu konstatieren, dass eine jagdliche Begrenzung von Populationen auf ein bestimmtes Maß unmöglich ist und es neben der Nutzung der Arten selbst nur um die lokale Vermeidung von Schäden geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten dafür ein, dass das Jagdrecht unter Beibehaltung des Reviersystems weiterhin an Grund und Boden gebunden bleibt. Nur so ist die Abstimmung der jagdlichen Nutzung auf die Landbewirtschaftung möglich. Wir wollen den Einfluss der Grundeigentümer stärken und die Flächengrößen zur Ausweisung von Eigenjagdbezirken absenken. Die Verpachtung von Jagdbezirken in öffentlichem Eigentum lehnen wir ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Uns GRÜNEN ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Jäger*innen mit geeigneten Informations- und Fortbildungsmaßnahmen für den Schutz der natürlichen Ressourcen und der biologischen Vielfalt sensibilisiert werden. Die Jagdausbildung muss grundsätzlich überarbeitet und modernisiert werden. Wir wollen die Jäger*innen verpflichten, künftig einen regelmäßigen Schießnachweis abzulegen, um ihren Jagdschein verlängern zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Jagd als Nutzung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vertreten die Position, dass grundsätzlich nur Tiere gejagt werden sollen, wenn die Verwertung der erlegten Tiere (z.B. Fleisch, Felle) gewährleistet ist. Dem Jagdrecht sollten außerdem nur solche Tiere unterliegen, die weder auf europäischer Ebene einen hohen Bestandsschutz genießen noch in Deutschland gemäß Rote Liste als ausgestorben oder vom Aussterben bedroht gelten. Die Zahl der jagbaren Tierarten wollen wir entsprechend reduzieren – für die Bejagung von Arten wie Waldschnepfe, Bläßhuhn, Hermelin, Dachs oder Baummarder ist keine Rechtfertigung mehr erkennbar. Wandernde Tierarten – wie Zugvögel –, deren Bestände nicht sicher überwacht werden können, sollen nicht mehr bejagt werden dürfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Jagd und Naturschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Abgesenkte Schalenwildbestände ermöglichen eine artenreiche Flora als Grundlage für Biodiversität in der Kulturlandschaft. Dies ist aus Sicht des Naturschutzes von überragender Bedeutung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die Jagd in Schutzgebieten dem jeweiligen Schutzzweck unterordnen. In diesem Zusammenhang gehen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN davon aus, dass es nur bei wenigen Wildtierarten sowohl möglich als auch gerechtfertigt ist, ihre Bestände zum Schutz anderer Arten zu vermindern. Außerdem kommen diese Eingriffe nicht flächendeckend, sondern nur regional, also dort, wo z.B. in Schutzgebieten konkrete Populationen geschützt werden sollen, in Betracht. Dies betrifft insbesondere Insellagen, in MV speziell die Küstenvogelbrutinseln in den Nationalparken. Bei der Entscheidung, bei welchen Arten das wo erforderlich ist, plädieren wir dafür, wissenschaftlichen Erkenntnissen zu folgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir lehnen die Manipulation von Naturräumen ab, um die Anzahl jagbarer Tiere zu erhöhen; dies betrifft v.a. das Fütterungsverbot für Schalenwild, das wir ohne Ausnahme umsetzen wollen - Wildtiere müssen Wildtiere bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen ein verbindliches Ausstiegsdatum für die Nutzung bleihaltiger Munition festschreiben. Im Landeswald wurde mit gutem Beispiel vorangegangen: Hier darf keine bleihaltige Munition mehr verwendet werden. Bleivergiftungen sind bei einigen Greifvogelarten (v.a. Seeadler) eine häufige Todesursache. Auch in menschlicher Nahrung (Wildbret) hat Blei nichts zu suchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Jagd und Tierschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNEN setzen uns für ein Verbot tierschutzwidriger Jagdmethoden ein. Dies betrifft v.a. die pauschale Verfolgung nicht genutzter Arten wie den Rabenvögeln oder Prädatoren wie Fuchs, Steinmarder oder Marderhund, wenn ihre Felle nicht verwertet werden. Wir streben das Verbot von Totschlagfallen und der Baujagd an. Gerechtfertigte Ausnahmen sind z.B. die Entnahme von sich spezialisierenden Füchsen oder Steinmardern zum Schutz privater Hühnerhaltung. Auch den Einsatz von Lebendfallen im Jagdbetrieb wollen wir unter behördliche Genehmigungspflicht stellen. Den Abschuss von Haustieren lehnen wir grundsätzlich ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für ein modernes ökologisches Jagdrecht!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN MV streben eine umfassende Novellierung des Landesjagdgesetzes und der nachgeordneten Verordnungen an, um ein zeitgemäßes ökologisch orientiertes Jagdrecht zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Vermeidung von Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft und als Voraussetzung für die Entwicklung klimastabiler Wälder wollen wir die jagdrechtlichen Regelungen für das Schalenwild so modernisieren, dass alle, die für den Wald von morgen handeln wollen, dies auch tun können. Dies betrifft unter anderem eine Liberalisierung der Abschussplanregelungen und eine sinnvolle Harmonisierung der Jagdzeiten. Wir werden die Stellung der Grundeigentümer stärken und ein praxisgerechtes Verfahren zur Bewertung von Wildschäden im Wald einführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den Anbau von Energiepflanzen wollen wir die Pflicht des Jagdausübungsberechtigten zur Erstattung von Wildschäden hingegen abschaffen, ebenso bei Ackerkulturen, die zu groß sind, um Wildschäden jagdlich verhindern zu können.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 12 Oct 2020 13:41:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1-LDK: Verträglichen Kiesabbau rechtlich regeln! </title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Vertraeglichen_Kiesabbau_rechtlich_regeln_-36371</link>
                        <author>LDK B90/Grüne MV (beschlossen am: 22.08.2020)</author>
                        <guid>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Vertraeglichen_Kiesabbau_rechtlich_regeln_-36371</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die LDK möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern fordern Landtag und Landesregierung auf, ein Abgrabungsgesetz oder eine Abgrabeordnung zu beschließen, das oder die bei Genehmigungsverfahren und im Abbaubetrieb die bergbaulichen Aktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere des Kiesabbaus, strenger reguliert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Folgende Standards möge das Gesetz/die Verordnung (vergleichbar zu den bayrischen Regeln) enthalten:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schutz vor Lärm- und Vibrationsimmissionen:
<ul><li>Einhaltung der TA Lärm</li><li>Regelmäßige Messungen, initial und im Betrieb, mindestens alle 2 Jahre</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Abstandsregeln:
<ul><li>zu reinen Wohngebieten 300 m</li><li>zu allgemeinen Wohngebieten 200 m</li><li>zu Mischgebieten 150 m</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Beschränkung der Betriebszeiten:
<ul><li>Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr (d.h. keine Förderung zwischen 17 Uhr und 7 Uhr, sowie an Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen in M-V)</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Reduktion transportbedingter Immissionen:
<ul><li>Bei der Standortwahl von Abbauflächen ist zu vermeiden, dass an den Zufahrtsstraßen, insbesondere in Ortsdurchfahrten, durch den Transportverkehr eine wesentliche Verschlechterung der Verkehrslärmsituation eintritt</li><li>Ein Transportkonzept ist durch das Abbauunternehmen als Teil des Hauptbetriebsplans vorzulegen und durch das Bergamt Stralsund zu prüfen.</li><li>Orientierung der Zumutbarkeit der Anzahl der LKW-Fahrten an Einwohnerzahlen: In geschlossenen Ortschaften mit weniger als 5.000 Einwohnern mehr als 50 LKW-Fahrten pro Tag sind beispielsweise abzulehnen (Erschließung über eigene Zuwegung<a href="#_ftn1">[1]</a>)</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Reduktion von Verritzung:
<ul><li>Die Entfernung des Mutterbodens inklusive darauf befindlichen Vegetation (Verritzung des Bodens) darf immer nur in dem Ausmaß erfolgen, wie es die Kapazität der Kiesgewinnung innerhalb einer begrenzten Zeitspanne von 2 Jahren (der Gültigkeitsdauer eines Hauptbetriebsplans) ermöglicht, um sowohl Staubemissionen als auch die Beeinträchtigung des Grundwasserspiegels durch erhöhte Verdunstung zu vermeiden</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verbot der Lagerung von Fremdstoffen:
<ul><li>Die Abbaustätten dürfen nicht als End- und Zwischenlagermöglichkeit von Abfällen, Fremdaushubböden und Recyclingmaterial genutzt werden</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zeitnahe und wirksame Renaturierung:
<ul><li>Die Renaturierung hat nach einem konkreten, genehmigungspflichtigen Renaturierungskonzept als bewusste Geländegestaltung inklusive eines konkreten Kosten- und Zeitplanes zu erfolgen.</li><li>Abbau und Renaturierungsmaßnahmen sind so zu organisieren, dass die bergbauliche Flächennutzung sich nicht ständig vergrößert, sondern durch eine kontinuierliche Flächenrückgabe renaturierter Flächen auf einem möglichst niedrigen Niveau gehalten wird. Ein neuer Abbauabschnitt soll erst dann begonnen werden, wenn die Renaturierung oder Rekultivierung des vorhergehenden Abschnitts eingeleitet ist.</li><li>Mutterboden ist in der gleichen Mächtigkeit wieder aufzubringen, wie er zur Freilegung der Kiesflächen entnommen wurde</li><li>Für die im Rahmen der Renaturierung notwendige Ufersicherung von Baggerseen sind geeignete Gehölze zu pflanzen wie Schwarzerle, Silberweide und Purpurweide. Im Hinblick auf die Herausbildung strukturreicher Gehölz-Feld-Übergänge sollen bestimmte Straucharten gepflanzt werden, die Artenvielfalt fördern. Insbesondere bei Standorten in Siedlungsnähe reicht es auf keinen Fall aus, die Renaturierung der „Natur“, also dem Zufall, zu überlassen.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausschluss ungeeigneter Bergbaustandorte:
<ul><li>Nationalparke,</li><li>Naturschutzgebiete,</li><li>festgesetzte, vorläufig gesicherte und geplante Trinkwasserschutzgebiete.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Land möge sich zudem beim Bund dafür einsetzen, dass auch das nach 30 Jahren Einheit in Bezug auf den Kiesabbau immer noch in West und Ost zweigeteilte Bergrecht endlich bundesweit vereinheitlicht wird.</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="1"><li><strong>Worum geht es?</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mecklenburg-Vorpommern ist ein Bundesland, das besonders vom Kiesabbau betroffen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Der Rohstoff: </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mecklenburg-Vorpommern ist reich an Sand- und Kiessandvorkommen mit großer bzw. mindestens mittlerer Höffigkeit. Die bestehenden Rohstoffsicherungsgebiete sind in den regionalen Raumentwicklungsprogrammen berücksichtigt. Kies und Sand sind nicht nachwachsende Verbrauchsrohstoffe. Tagebaue zur Kies- und Sandgewinnung sind an geologische Strukturen gebunden, die im Zuge der eiszeitlichen Genese in MV entstanden. Daher sind Vorratsflächen nicht einheitlich verteilt und die Rohstoffe sind regional qualitativ sehr unterschiedlich. Schwerpunktregionen für die Kies- und Sandgewinnung in MV sind Gebiete nördlich der Müritz, Westmecklenburg, das nördliche Vorpommern sowie der Raum Neubrandenburg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die Aussichten:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aktuell werden vor allem Lagerstätten abgebaut, die noch zum großen Teil zu DDR-Zeiten staatlich erkundet und genehmigt wurden. Neue Lagerstätten wurden seit der Wende kaum erkundet. Bestehende Genehmigungen laufen in den nächsten Jahren aus, so dass in Größenordnungen neue Flächen ausgewiesen werden müssen bzw. deren Ausweisung angestrebt werden wird. Dies wird auch vor dem Hintergrund geschehen, dass es andernorts in Deutschland Engpässe bei der Belieferung mit Kiessanden gibt. Kies wird zudem für den Küstenschutz eine immer größere Rolle spielen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wichtige Kiessandlagerstätten der inglazialen Schmelzwassersysteme sind auch die Oser. Aufgrund ihrer Bedeutung für die glazigen gepägte Landschaft sind sie in Mecklenburg-Vorpommern seit 1998 als Geotope eingestuft und stehen demzufolge für den zukünftigen Abbau nicht mehr zur Verfügung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Folge: Die Betreiber bestehender Kiesgruben und Abbaugebiete werden bestrebt sein, ihre bestehenden Gebiete und Genehmigungen auszuweiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die</strong><strong>regionale</strong><strong>Raumordnung:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Lagerstätten oberflächennaher Rohstoffe des Landes befinden sich in Gebieten, die nicht selten auch für andere Nutzungen (z. B. Tourismus, Naturschutz) attraktiv sind. Beim Abbau von Rohstoffen handelt es sich in der Regel um raumbeanspruchende Maßnahmen, durch welche die räumliche Entwicklung und Funktion eines Gebiets überwiegend temporär beeinflusst wird. Diese kann, bedingt durch die Ergiebigkeit der betreffenden Lagerstätte langfristig sein und sich auf mehrere Jahrzehnte erstrecken. Bei Konzentrationen von Abbaubetrieben in einer Region und Konflikten mit konkurrierenden Raumnutzungen bedarf es einer besonders gründlichen Diskussion zwischen Raumnutzern und Raumplanern. Ohne rechtliche Regeln wird es regelmäßig schwierig dem Naturschutz Vorrang einzuräumen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Festgelegt sind 87 Vorranggebiete für die Rohstoffsicherung festgeschrieben, nicht ausschließlich aber größtenteils für die Gewinnung von Kiessand. Die Vorranggebiete umfassen in Summe 5.643ha (0,81% der Regionsfläche). Größte regionale Schwerpunkte im Landkreis LUP bestehen in Zarrentin mit den Vorranggebieten 3 (Lüttow-Vallun), 4 (Lüttow 2) und 5 (Zarrentin) mit insgesamt 471ha, und südostlich von Schwerin mit den Vorranggebieten 65 (Consrade), 73 (Pinnow Nord), 74 (Pinnow Süd), 75 (Plate) und 80 (Peckatel) mit insgesamt 661 ha.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Die Betroffenheit:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Je nach Abbauverfahren (Trocken- oder Nassabbau) und Größe der Technik, nach verkehrlicher Situation, ob ein Ort in vorherrschender Windrichtung liegt, wie die Bodenbeschaffenheit unterhalb der Kiesschichten ist, wie tief gegraben wird usw., fühlen sich Anwohner*innen von Kiesgewinnungsanlagen belästigt. Das betrifft Immissionen wir Staubbelastung, Bodenvibration, Baggerlärm und Infraschall, Belastung kleiner Dorfstraßen durch LKW-Verkehr u.v.a.m. Als die Firma Dörner beispielsweise in Pinnow, Landkreis LUP, den Abbaubetrieb auf Flüssigabbau mittels Saugbagger umstellte, klirrten in 500 m entfernten Häusern Fensterscheiben, wackelte der Boden. So gründete sich im vergangenen Jahr dort die Bürgerinitiative „Verträglicher Kiesabbau für Mensch und Natur Pinnow Nord (VKP)“. Inzwischen haben einige Maßnahmen des Betreibers auf öffentlichen Druck hin Verbesserungen erbracht. Aber zugleich ist die Erkenntnis entstanden, dass es Erweiterungspläne über die Gemeindegrenzen hinaus gibt, dass eine alte Allee und eine für Mecklenburg typische Büdnereisiedlung von diesen Plänen betroffen sein werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Grundwasser</strong>:</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Wahrnehmung der wasserbehördlichen Aufgaben obliegt im Kiesabbau vornehmlich dem Bergamt Stralsund, im Rahmen der Prüfung von Betriebsplänen für die einzelnen Bergbauvorhaben. Laut eigener Darstellung des Bergamts betrifft dies u.a. die Erteilung wasserrechtlicher Erlaubnisse zur Benutzung von Grund- und Oberflächenwasser, die Genehmigungen zur Schaffung von Gewässern im Zuge der Rohstoffgewinnung oder auch die Festlegung des Umfanges von Monitoringmaßnahmen zur Grundwasserüberwachung sowie deren Überwachung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Kiesabbau kann in einzelnen Regionen zur weiteren Absenkung des ohnehin nach mehreren trockenen Sommern zu niedrigen Grundwasserspiegels führen. Ohne Beteiligung der entsprechenden Behörden spielen solche Erwägungen aber in den Betriebsstättengenehmigungen oftmals keine ausreichende Rolle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="2"><li><strong>Rechtliche Grundlagen:</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Rohstoffgewinnung wird in Deutschland vor allem durch das Bundesberggesetz (BBergG) geregelt, welches 1982 die alten Berggesetze der Bundesländer sowie zahlreiche bergrechtliche Nebengesetze des Bundes und der Länder abgelöst hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hinsichtlich ihrer rechtlichen Regelung werden in Deutschland drei Gruppen von Rohstoffen unterschieden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Bergfreie Bodenschätze</strong> stehen nicht im Eigentum des Grundeigentümers. Das Aufsuchen und Gewinnen dieser Bodenschätze unterliegt dem BBergG, bedarf einer Bergbauberechtigung und muss durch die Bergbehörden der Bundesländer in einem zweistufigen Verfahren genehmigt werden: zum ersten die Erteilung einer Bergbauberechtigung (öffentlich-rechtliche Konzession) und dann die standortbezogene Genehmigung über das Betriebsplanverfahren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Grundeigene Bodenschätze</strong> stehen im Eigentum des Grundeigentümers und unterliegen dem Bergrecht (siehe § 2 Abs. 1 Nummer 1 BBergG). Das Aufsuchen und die Gewinnung dieser Bodenschätze bedürfen keiner Bergbauberechtigung, jedoch einer Genehmigung durch die Bergbehörden der Bundesländer.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Grundeigentümerbodenschätze</strong> sind alle Bodenschätze, die nicht bergfrei oder grundeigen sind und im Eigentum des Grundeigentümers stehen. Sie fallen jedoch nicht unter das Bergrecht und die Bergaufsicht des Bergamtes. Die Genehmigungsverfahren der Grundeigentümerbodenschätze erfolgen vielmehr nach den Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes oder nach landesrechtlichen Bestimmungen (z. B. den Abgrabungsgesetzen , dem Wasser- oder Baurecht).</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für die letztgenannte Gruppe der Grundeigentümerbodenschätze sind je nach Bundesland, Rohstoff und Art des Abbaus staatliche Stellen der mittleren und unteren Verwaltungsebene zuständig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch den Einigungsvertrag wurden Kiesvorkommen auf dem Gebiet der neuen Bundesländer zu bergfreien Bodenschätzen erklärt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="3"><li><strong>Die Regelungslücken:</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anders als in anderen Bundesländern gibt es in Mecklenburg-Vorpommern aktuell kein Abgrabungsgesetz und auch keine anderweitige Verordnung oder Richtlinie auf Landesebene, die den Bergbau reguliert. Die Landesbauordnung (LBauO M-V) reguliert zwar grundsätzlich Abgrabungen. Nach §1 Abs. 2 Nr. 2 LBauO M-V sind jedoch Anlagen, die der Bergaufsicht unterliegen, aus dem Anwendungsbereich der Landesbauordnung ausgenommen. Allein das Bundesberggesetz ist maßgeblich, und dieses trifft nur unzureichend Regelungen zum Schutz der Anwohner und der Natur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die im Einigungsvertrag vorgenommene Erklärung der Ressource Kies zum bergfreien Bodenschatz ergibt sich eine bis zum heutigen Tage vorhandene Asymmetrie in der gesetzlichen Behandlung des Kiesabbaus in den alten und neuen Bundesländern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den neuen Bundesländern im Allgemeinen, und in Mecklenburg-Vorpommern im Speziellen, ergibt sich eine</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><ul><li>übermäßige Konzentration der Aufsicht über den Kiesabbau auf das Bundesberggesetz, und auf das das Bergamt Stralsund als verantwortliche Institution auf Landesebene,</li><li>Unterrepräsentation der Belange des Bau- und Umweltrechtes, des Kultur- und Denkmalschutzes.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dies führt zu gesellschaftlich negativen Effekten in M-V:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><ul><li>Aufsicht über den Kiesabbau mit dem Fokus auf dessen Wert als Bodenschatz, ohne ausgewogene Berücksichtigung der Schutzbelange von Natur, Anwohner*innen und Kulturgütern in M-V</li><li>Unzureichende Mitwirkungsmöglichkeit an der Regulierung des Kiesabbaus für die Institutionen, für die mit dem Schutz der Natur und dem Schutz der Anwohner vor Immissionen betraut sind</li><li>Vornahme übermäßiger Eingriffe in die Natur mit hohem Flächenverlust und Auswirkungen insbesondere auf den Wasserhaushalt</li><li>Vornahme übermäßiger Eingriffe in den Wohn- und Lebensbereich der Einwohner*innen.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Effekte sollen durch ein Abgrabungsgesetz M-V gemindert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="4"><li><strong>Ein Beispiel: Auswirkungen auf den Naturschutz</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt in §1 Abs. 5 vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Großflächige, weitgehend unzerschnittene Landschaftsräume sind vor weiterer Zerschneidung zu bewahren. Die erneute Inanspruchnahme bereits bebauter Flächen sowie die Bebauung unbebauter Flächen im beplanten und unbeplanten Innenbereich, soweit sie nicht für Grünflächen vorgesehen sind, hat Vorrang vor der Inanspruchnahme von Freiflächen im Außenbereich. Verkehrswege, Energieleitungen und ähnliche Vorhaben sollen landschaftsgerecht geführt, gestaltet und so gebündelt werden, dass die Zerschneidung und die Inanspruchnahme der Landschaft sowie Beeinträchtigungen des Naturhaushalts vermieden oder so gering wie möglich gehalten werden. <strong>Beim Aufsuchen und bei der Gewinnung von Bodenschätzen, bei Abgrabungen und Aufschüttungen sind dauernde Schäden des Naturhaushalts und Zerstörungen wertvoller Landschaftsteile zu vermeiden; unvermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind insbesondere durch Förderung natürlicher Sukzession, Renaturierung, naturnahe Gestaltung, Wiedernutzbarmachung oder Rekultivierung auszugleichen oder zu mindern</strong>.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Naturschutzausführungsgesetz M-V: definiert zwar in §12 Abs. 1 Nr. 1 die Gewinnung von Bodenschätzen, namentlich Kies, Sand, Ton, Torf, Kreide, Steinen als Eingriff in Natur und Landschaft, nimmt jedoch in §13 Abs. 1 Nr. 1 die Gewinnung von den dem Bergrecht unterliegenden oberflächennahen Bodenschätzen von der Genehmigungspflicht aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Prüfung der Naturschutzbelange obliegt im Kiesabbau daher vornehmlich dem Bergamt Stralsund im Rahmen der Prüfung von Betriebsplänen für die einzelnen Bergbauvorhaben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Naturschutzverbände werden in der Regel nicht beteiligt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das alles muss sich ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Die Zahlen zur Regelung transportbedingter Emissionen beruhen auf Ermittlung der Bürgerinitiative &quot;Verträglicher Kiesabbau für Mensch und Natur Pinnow Nord (VKP)&quot;</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 26 Aug 2020 13:03:26 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H1: Rechnungsprüfungsbericht 2017/2018</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Rechnungspruefungsbericht_2017-2018-25492</link>
                        <author>Rechnungsprüfer*innen (beschlossen am: 10.07.2020)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bericht über die Rechnungsprüfung des Landesverbandes M-V 2017 und 2018</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ort: LGSt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zeit: 10. Juli 2020</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Rechnungsprüfer haben die Rechnungsprüfung für die Jahre 2017 und 2018 deutlich anders gestaltet, als in den Vorjahren. Neben der Prüfung der Buchhaltung stand eine Evaluierung der Landesgeschäftsstelle. Zu dieser Evaluierung erarbeiteten die Rechnungsprüfer einen Fragenkatalog, der folgende Komplexe betraf: (1) bestehende Verträge und deren regelmäßige Überprüfung, (2) Zusammenarbeit des Landesvorstandes mit der Landesgeschäftsstelle, (3) Praxis der Ausgabenberechtigung und Ausgabenkontrolle, (4) Erstattungsordnung, Reiskosten und Spesen, (5) Geld- und Verzichtspenden, (6) Inventarisierung der Vermögensgegenstände, (7) Buchhaltung des LV, (8) Anzahl der Bankkonten und Absicherung der Bankkonten und (9) Sicherung der Finanzbelege des LV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Fragenkatalog der Rechnungsprüfer wurde vor der Rechnungsprüfung durch die Finanzreferentin des LV gründlich bearbeitet und umfassend beantwortet. Auf dieser Grundlage und nach Vorlage dazugehöriger Dokumente stellen wir fest, dass die Landesgeschäftsstelle sehr professionell arbeitet, dass die Beschlüsse und die Praxis des Landesverbandes erkennen lassen, dass dem Landesvorstand an zufriedenen Mitarbeitern, an ihrer Entwicklung, Weiterbildung und sozialen Absicherung gelegen ist, dass im Geschäftsbetrieb Tarife und Verträge regelmäßig überprüft werden und dass die technische Ausstattung der Landesgeschäftsstelle regelmäßig und in geeigneter Weise modernisiert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit kann der Landesgeschäftsstelle attestiert werden, dass sie umfassend und sehr gut auf das Wahljahr 2021 vorbereitet ist. Zu ergänzen sind diese Regelungen natürlich durch besondere Vorkehrungen für den Wahlkampf, z.B. Aufstockung des Personals, also zusätzliche Mitarbeiter oder aufgestockte Wochenarbeitszeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unabhängig vom Wahlkampfjahr wäre es wünschenswert, wenn (1) alle Angestellten der LGSt. in vollem Umfang an den Maßnahmen zur betrieblichen Altersvorsorge teilnähmen und wenn (2) auch die Personalbuchhaltung – nach Weiterqualifizierung und Stundenausgleich – in der LGSt. stattfände.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Buchhaltung des Landesverbandes wird bekanntlich durch den Wirtschaftsprüfer der Gesamtpartei (VRT) einmal im Jahr komplett geprüft, um schließlich dem Präsidenten des Deutschen Bundestages einen entsprechenden geprüften Bericht vorlegen zu können, wie es das Parteiengesetz vorsieht. Somit hat die (interne) Rechnungsprüfung des Landesverbandes lediglich die Aufgabe, den Delegierten der bzw. einer LDK einen Prüfungsbericht darüber vorzulegen, wie der Landesvorstand mit dem Vermögen und den Einnahmen des LV umgeht. Im günstigen Fall wird die Entlastung des Landesvorstandes von seiner finanziellen Verantwortung für seine Wahlperiode empfohlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im vorliegenden Fall trafen die Rechnungsprüfer auf von Landesvorstand und Landesgeschäftsstelle nicht verschuldete Schwierigkeiten. Auf Grund eines Wassereinbruches waren die Finanzbelege für 2018 starker Feuchtigkeit ausgeliefert, konnten aber hinreichend getrocknet werden; es wurde als Stichprobe das letzte Quartal 2018 geprüft. Die Belege für 2017 galten zunächst als vom Wassereinbruch nicht betroffen, stellten sich aber schließlich als deutlich stärker in Mitleidenschaft gezogen heraus. Eine Prüfung der Unterlagen zum Jahr 2017 war letztlich auf Grund starken Schimmelbefalls kaum möglich, der Aufwand, die Belege zu reinigen oder Ersatz zu beschaffen, wäre – vor allem vor dem Hintergrund der bereits erfolgten Prüfung durch VRT – nicht vertretbar gewesen. Die Rechnungsprüfer ziehen daraus zwei Schlussfolgerungen: Zum einen nehmen sie sich vor, die Prüfung deutlich früher durchzuführen. Zum anderen empfehlen sie der Landesgeschäftsstelle nachdrücklich, die Finanzbelege im laufenden Buchungsvorgang zu digitalisieren. Damit wird Sicherheit geschaffen, der Aufwand ist, wenn die Digitalisierung im laufenden Prozess vonstattengeht, überschaubar. (Wenn das Einscannen hingegen erst nach Abschluss des Haushaltsjahres erfolgte, wäre – psychologisch gesehen – der Aufwand deutlich größer.)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine große Fehlerquelle stellen die Reisekostenabrechnungen dar. Das liegt daran, dass hier nicht zwei professionelle Buchhaltungen miteinander in Kontakt treten, sondern dass viele Einzelpersonen ihre (berechtigten) Ansprüche anmelden. Während aber in Zeiten, in denen die RK-Formulare fast nur in Papierform verteilt worden sind, die Erstattungsordnung sozusagen als Ausfüllhinweis auf der Rückseite des Formulars einsehbar war, muss nun immer wieder auf die Erstattungsordnung hingewiesen werden. Hier sind vor allem die Kreisverbände gefragt, die ihre Mitglieder, insbesondere Kreisvorstände, LAG- und BAG-Delegierte, aber auch LDK- und BDK-Delegierte entsprechend informieren sollten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einige Anmerkungen im Detail:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Für die Prüfung der RK-Abrechnungen muss zwingend der Zweck der Reise angegeben sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Es ist darüber hinaus sinnvoll, das Formular um einen Punkt zu ergänzen. Neben der Frage nach der Reiseroute und der Reisezeit (Beginn/Ende) sollte auch die Frage gestellt werden, wann der eigentliche Reisezweck (das „Dienstgeschäft“) absolviert wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Reisekosten können nur von qua Amt (z.B. Mitglied des Gremiums XYZ) oder durch besonderen Beschluss ermächtigten Mitgliedern abgerechnet werden. So kann z.B. ein Mitglied die Fahrt zu seiner Mitgliederversammlung nicht abrechnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4. Autofahrten sind nur dann abzurechnen und erstattungsfähig, wenn die Fahrt tatsächlich mit dem Auto durchgeführt wurde. Die vorliegenden Abrechnungen des Jahres 2018 lassen erkennen, dass entweder zu viel Auto gefahren wurde oder Bahnfahrten als Autofahrten abgerechnet wurden. Insbesondere die Diskussionen um Parteienfinanzierung und Parteispenden der jüngsten Zeit sollten alle Mitglieder hinreichend sensibilisiert haben, korrekte Abrechnungen vorzulegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Anmerkung zum Verhältnis zwischen Landesvorstandsbeschlüssen und Haushalt: Trifft der Landesvorstand Beschlüsse innerhalb des verabschiedeten Haushaltes über durchzuführende Kampagnen, so ist es von Vorteil, in einer späteren Vorstandssitzung die Kampagne im Sinne einer Beschlusskontrolle noch einmal zu behandeln. Die Einhaltung des zur Verfügung gestellten Budgets kann dadurch offen gelegt und überprüft werden. Im Rahmen der Erstellung des Rechenschaftsberichts des Landesvorstandes kann dann auf diese Unterlage zurückgegriffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiteres Thema: Vergaben. Sind für einen Vertrag, einen Rahmenvertrag oder eine größere Anschaffung Auftragserteilungen vorgesehen, so sind die Kriterien, die Vorgänge und die Vergaben selbst in geeigneter Weise zu dokumentieren. Insbesondere sind die Einholung verschiedener Angebote und die Abwägung bei Entscheidung zwischen den Angeboten darzustellen. Dazu bietet sich abschließend die Erstellung eines Vergabevermerks an, der mit den Angeboten und der Zuschlagerteilung an einem gemeinsamen Ort (physisch oder virtuell) aufbewahrt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Abschließend zur Buchführung. Anhand der Stichproben ist deutlich geworden, dass die gewählte Unterteilung in Unterkonten nachvollziehbar und zweckmäßig, die Zuordnung der einzelnen Positionen zu den Unterkonten in allen Fällen ebenfalls nachvollziehbar und logisch ist. Es konnten keine Verstöße gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung gefunden werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Landesdelegiertenkonferenz wird empfohlen, die im Berichtszeitraum amtierenden Landesvorstände für die Kalenderjahre 2017 und 2018 zu entlasten.</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 22 Aug 2020 15:57:19 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4NEU: MV braucht Transparenzgesetzgebung und Lobbyregister</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/motion/26328</link>
                        <author>Steffen Dobbert (KV NWM/Wismar)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Einführung einer Transparenzgesetzgebung für Abgeordnete und ein Lobbyregister auf Landesebene.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen wir für eine starke parlamentarische Demokratie, Beteiligungen von Bürgerinnen und Bürgern an Veränderungen und für demokratische Kontrolle von Machtpositionen. Transparenz ist für all diese Ziele die Basis. Wir sind Anwältinnen und Anwälte der Demokratie und fordern deshalb anknüpfend an unseren Beschluss auf der Landesdelegiertenkonferenz vom 10. und 11. Oktober 2015 in Stralsund<a href="#_ftn1">[1]</a>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Die Einführung einer neuen Transparenzgesetzgebung für Mandatsträger und Mandatsträgerinnen.</strong> Die Öffentlichkeit muss ein Recht auf Informationen über Gelder haben, die Politiker*innen neben ihren Diäten im Landtag erhalten. Sie muss wissen, in welcher Form sich gewählte Volksvertreter*innen „etwas dazu verdienen.“ Die Wahrnehmung des Mandats sollte im Mittelpunkt des Berufslebens von Abgeordneten stehen. Jegliche Zusatzeinnahmen ab einer Höhe von 750 Euro pro Jahr, egal ob sie aus Nebentätigkeiten oder dem erlernten Hauptberuf resultieren, sollten daher öffentlich gemacht werden. Das Abgeordnetengesetz muss zu einem Transparenzgesetz werden. Wer den Verdacht von Korruption, Vetternwirtschaft und undurchsichtiger Verteilung von Steuergeldern verhindern will, muss sich in seiner Vorbildfunktion besonderen Regeln unterwerfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Die Einführung eines öffentlichen Lobbyregisters.</strong> Egal ob eingetragener Verein, Börsenunternehmen oder Bürgerinitiative – alle Vereinigungen, die Einfluss auf die Arbeit von Abgeordneten nehmen, sollten in einer öffentlichen Datenbank für die Bürgerinnen und Bürger dokumentiert werden. Wähler und Wählerinnen müssen einsehen können, wer von Landtag und Landesregierung (d.h von Abgeordneten und Mitgliedern der Regierung wie Minister*innen und Staatssekretär*innen) angehört wird. Bevor Gesetze und Erlasse entstehen, muss der Eindruck von Hinterzimmer-Politik, Kungeleien und Übervorteilung bestimmter Gesellschaftsgruppen vermieden werden. Ein neues Lobbyregister wird verdeckte und manipulative Lobbyarbeit erschweren, sowie Akzeptanz und Verständlichkeit von politischen Entscheidungen erhöhen.<br><br><strong>3. Die Einführung einer Veröffentlichungspflicht von Abgeordneten-Gesprächen. </strong>Die Abgeordneten-Arbeit findet nicht nur in Ausschuss- und Landtagssitzungen statt, sondern auch auf zahlreichen Treffen mit Interessensvertreter*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Bei diesen Gesprächen findet manchmal nicht nur notwendiger Informationsaustausch statt, sondern auch das Werben um politische Unterstützung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen. Wir möchten, dass analog der Regelung für EU-Parlamentarier alle Landtagsabgeodneten veröffentlichen, wann sie sich mit welchen Interessensvertreter*innen zu welchem Thema beraten haben. Die Öffentlichket hat ein Anrecht darauf zu erfahren, welche Gesprächspartner die politische Arbeit unserer Landtagsabgeordneten beeinflussen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Verhaltensregeln für Abgeordnete in Schwerin bleiben in ihrer derzeitigen Form weit hinter denen des Bundestages und des Europäischen Parlaments zurück. So müssen die Volksvertreterinnen und Volksvertreter im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns die Summe ihrer Einkünfte aus Haupt- und Nebenberufen nicht veröffentlichen<a href="#_ftn1">[2]</a>. Diese Regelung lädt zum Verschweigen von Interessenskonflikten ein und kann ein Grund für hohe Politikverdrossenheit im Land sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Außerdem gibt es in Mecklenburg-Vorpommern anders als in Bundesländern wie Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt oder im EU-Parlament<a href="#_ftn2">[3]</a> kein Lobbyregister, welches Einflussnehmer*innen auf die Politik dokumentiert und für die Öffentlichkeit sichtbar macht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Politikverdruss und Misstrauen gegenüber demokratischen Verfahren sind in ganz Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Lediglich 18 Prozent der Bürger*innen und Bürger unseres Bundeslandes sind mit der Demokratie zufrieden<a href="#_ftn3">[4]</a>. Dieses alarmierende Problem wird durch nichtöffentlichen Lobbyismus verstärkt. Zudem leidet die Akzeptanz staatlicher Institutionen und deren Vertreter*innen, wenn Wählerinnen und Wähler nichts über den Umfang von Nebentätigkeiten und Extrajobs von Berufspolitiker*innen wissen. Der Fall Philipp Amthor hat dies deutlich in Erinnerung gerufen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Der damalige Antrag „Nebeneinkünfte offenlegen“ wurde von Christopher Dietrich, Constanze Oehlrich, Falk Jagszent, Florian Fröhlich und Erik Lohse gestellt:<br><a href="https://gruene-mv.de/userspace/MV/lv_mv/Dokumente/LDK/1510_HST/dokumente/beschluesse/151010_Beschluss_V2_Nebeneinkuefte_offenlegen.pdf">https://gruene-mv.de/userspace/MV/lv_mv/Dokumente/LDK/1510_HST/dokumente/beschluesse/151010_Beschluss_V2_Nebeneinkuefte_offenlegen.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[2]</a> Landtagshandbuch und Artikel der Schweriner Volkszeitung:<br><a href="https://www.svz.de/26020997">https://www.svz.de/26020997</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref2">[3]</a> Recherche von Abgeordnetenwatch:<br><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/lobbyregister-jetzt/lobbyregister-auf-landesebene-der-stand-der-dinge-deutschland">https://www.abgeordnetenwatch.de/lobbyregister-jetzt/lobbyregister-auf-landesebene-der-stand-der-dinge-deutschland</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref3">[4]</a> Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.,2018<em>:</em><br><a href="https://www.kas.de/documents/252038/7995358/Regionale+Vielfalten+30+Jahre+nach+der+Wiedervereinigung+%28pdf%29.pdf/e6142545-882d-deae-6d9f-e07df60ec748?version=1.0&amp;t=1580914257594">https://www.kas.de/documents/252038/7995358/Regionale+Vielfalten+30+Jahre+nach+der+Wiedervereinigung+%28pdf%29.pdf/e6142545-882d-deae-6d9f-e07df60ec748?version=1.0&amp;t=1580914257594</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 22 Aug 2020 11:34:47 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D3: Solidarität mit den Beschäftigten der DRK Krankenhäuser Grevesmühlen und Grimmen – Faire Löhne im Gesundheitswesen jetzt!</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/motion/26324</link>
                        <author>Anne Shepley (KV Nordwestmecklenburg)</author>
                        <guid>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/motion/26324</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><em>Solidarität mit den Beschäftigten der DRK Krankenhäuser Grevesmühlen und Grimmen – Faire Löhne im Gesundheitswesen jetzt!</em></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Gesundheit ist Daseinsvorsorge und wir alle haben während der Corona-Pandemie gesehen, wie systemrelevant eine gute Gesundheitsversorgung ist. „Klatschen vom Balkon“ ist gut gemeint, die Krankenhausbeschäftigten brauchen jedoch echte Anerkennung. Der einseitige Abbruch der Tarifverhandlungen durch die Geschäftsführung der DRK-Krankenhäuser in Grevesmühlen und Grimmen in dieser Woche ist widerspricht Allem, was die Gesellschaft und die Politik für die Beschäftigten in der Care-Arbeit unlängst gefordert haben. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, da eine 2. Corona-Welle nicht ausgeschlossen werden kann. </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Daher möge die Landesdelegiertenkonferenz MV beschliessen:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>1. Wir Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern setzen uns auf allen politischen Ebenen für eine nachhaltige Gesundheitspolitik ein, die sich vom Ansatz der Profitmaximierung löst, die eine Versorgung in der Fläche sichert und die sich an den Bedarfen der Bürger*innen orientiert. Wir brauchen ein starkes Gesundheitssystem mit motivierten Fachkräften um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>2. Wir solidarisieren uns mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider DRK-Krankenhäuser und unterstützen sie im Kampf für einen Tarifvertrag mit fairer Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>3. Wir fordern die Geschäftsführung der beiden DRK-Krankhäuser zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen auf. Ziel muss sein, allen Beschäftigten faire Löhne zu zahlen. Dazu gehören selbstverständlich auch die Berufsgruppen außerhalb des Pflegebereiches. Es nicht hinzunehmen, dass Krankenhausbeschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020 immer noch deutlich schlechter bezahlt werden, als die Beschäftigten in Lübeck, Hamburg oder Kiel. Gute Arbeitsbedingungen und auskömmliche Löhne sind Grundvoraussetzung, dass Krankenhauspersonal sich langfristig in MV verankert, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und die medizinische Grundversorgung an beiden Standorten langfristig zu sichern.</em></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 21 Aug 2020 23:03:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D2: Die Folgen von Covid-19 solidarisch bewältigen und daraus lernen</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/motion/26303</link>
                        <author>Arndt Müller (KV Schwerin)</author>
                        <guid>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/motion/26303</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Präambel:</strong><br>
Die Infektionskrankheit Covid-19 beeinflusst unser aller Leben in einer bisher ungekannten Weise. Einschränkungen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sind unvermeidlich, doch sie führen zu wirtschaftlichen Schäden. Auch zeigt die Krankheit wie durch ein Brennglas auf, wo sich die sozialen Verwerfungen unserer Gesellschaft befinden, wo es Menschen sozial, ökonomisch und mental schlecht geht und wo verantwortungsvolle Politik handeln muss. Der Bundestag und der Landtag M-V haben reagiert und zahlreiche Hilfsangebote und Initiativen zur Milderung der Folgen der Covid-19-Pandemie gestartet. Dies begrüßen wir. Trotzdem sehen wir etliche Reserven. Covid-19 stellt uns vor Herausforderungen, die wir nur als solidarisch agierende Gesellschaft unter weiterer Bearbeitung der Zukunftsthemen bewältigen können. In den letzten Wochen haben jedoch auch zahlreiche Menschen öffentlich ihre Meinung bekundet, die in den aktuellen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung eine nicht hinnehmbare Bevormundung durch den Staat sehen. Diese Meinungsäußerungen reichen bis zur offenen Ablehnung unserer demokratischen Staatsform unter Verwendung verfassungsfeindlicher, rechtsextremer Symbolik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die LDK von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern am 22.08.2020 in Güstrow beschließt vor diesem Hintergrund folgende Erklärung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Wir BÜNDNISGRÜNE stehen für ein solidarisches Miteinander in den Zeiten der Krise. Die bisherigen Erfahrungen mit der Krankheit zeigen, dass keine Personengruppe vor ernsten Verläufen von Covid-19 gefeit ist. Es ist es notwendig, die Verbreitung der Krankheit zu bremsen, bis ein wirksamer Impfstoff angewendet werden kann. Solidarisch zu handeln bedeutet für uns auf wissenschaftlicher Basis begründete Hygienemaßnahmen auch anzuwenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Solidarisch zu handeln heißt für uns ebenso, mit praktischen Hilfsmaßnahmen und politischen Aktivitäten dafür zu sorgen, dass niemand in schwieriger sozialer und ökonomischer Lage vergessen wird. Wir kümmern uns um unsere Nachbar*innen und treten für finanzielle Hilfsprogramme ein, die es wirtschaftlich gebeutelten Branchen, die es Künstler*innen, Veranstalter*innen, Einzelhändler*innen, Gastronom*innen, Selbständigen u.v.m. erlauben, die Verdienstausfälle zu kompensieren. Wir haben insbesondere die Bedürfnisse der Alleinerziehenden, Familien und all jener Menschen im Blick, die andere Menschen zu betreuen, zu pflegen und zu versorgen haben. Diese Menschen brauchen ganz dezidiert Entlastung, Unterstützung und Perspektiven.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Die Pandemie legt schonungslos offen, wie stark die Schere zwischen arm und reich in unserem Land auseinanderklafft. Besonders deutlich wird dies im Bereich der Bildung. Während Kinder und Jugendliche in ökonomisch besser gestellten Situationen in Zeiten des Lockdown und des Homeschooling die heute geforderte digitale Infrastruktur im heimischen Haushalt nutzen können, haben Kinder und Jugendliche aus ökonomisch prekären Verhältnissen oft nicht einmal einen ruhigen Arbeitsplatz. Expertinnen und Experten stellen fest: &quot;Die Corona-Krise verschärft die soziale Bildungskrise massiv. Die armen Kinder drohen den Anschluss zu verlieren.&quot;<sup>1</sup> Deshalb treten wir für eine echte Kindergrundsicherung ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4. Covid-19 macht ebenso deutlich, wie dringend notwendig ein gut mit Personal sowie mit guten baulichen und hygienischen Bedingungen ausgestattetes Bildungssystem ist.<br>
Kitas und Schulen brauchen eine bessere Ausstattung mit pädagogischem Personal. Die bisherige Mangelverwaltung und der völlig unzureichende Betreuungsschlüssel in den Kitas des Landes zeigen uns besonders jetzt in der Krise die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Auch sind ungenügende sanitäre Anlagen keine gute Basis, die Ausbreitung von Covid-19 einzuschränken.<br>
Lehrerinnen und Lehrer müssen verschiedene Formen der Kompetenzvermittlung anwenden können. Dazu müssen sie inhaltlich und technisch besser ausgerüstet werden. Es braucht dringender denn je eine funktionierende digitale Infrastruktur an den Schulen, die eine gute Vermittlung von Lehrstoffen nicht nur in Zeiten eines eventuell notwendigen weiteren Lockdowns ermöglicht. Mit unseren politischen Initiativen treten wir vor Ort für eine schnelle und effiziente Nutzung des Digitalpaktes Schule und des Sofortprogramms Digitales Lernen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5. Die Infektionskrankheit Covid-19 und ihre Folgen dürfen nicht als Begründung dafür herhalten, die Erreichung wichtiger gesellschaftlicher Ziele zu den Akten zu legen. Jenen Bestrebungen, die mit dem Argument der wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 den dringend notwendigen Klimaschutz von der politischen Tagesordnung nehmen wollen, erteilen wir eine klare Absage. Die erhöhten finanziellen Aufwendungen bei der Bewältigung der Pandemie dürfen nicht zu Lasten von Energie-, Verkehrs- und Agrarwende gehen. Finanzielle Hilfsmaßnahmen müssen viel stärker an nachhaltigen Kriterien ausgerichtet werden. Daher lehnen wir finanzielle Hilfen für klimaschädliche Branchen ab. Mehr statt weniger Klimaschutz ist unsere Handlungsmaxime.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>6. Covid-19 zeigt uns nachdrücklich, wie wichtig die Stärkung eines umweltfreundlichen Verkehrsverbundes in unserem Bundesland ist. Die Infrastruktur für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen und die Schnittstellen des Radverkehrs mit dem ÖPNV sind stark verbesserungswürdig. Wir treten in den Kommunen und Landkreisen vehement für ein verbessertes Radwegenetz, mehr Serviceeinrichtungen (z.B. Mobilitätsstationen) für Radfahrer*innen ein. Der ÖPNV muss ausgebaut werden. Gelder müssen konsequent zugunsten des ÖPNV sowie des Fuß- und Radverkehrs umverteilt werden.<br>
Die schon vor Covid-19 übervollen Busse der Schüler*innenbeförderung dürfen wir nicht hinnehmen. Ein Schutz vor Verbreitung der Erkrankung ist unter diesen Umständen nicht gegeben. Wir fordern von den Kommunen und der Landesregierung den Einsatz von mehr Fahrzeugen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>7. Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut. Auch unter den Einschränkungen von Covid-19 muss gewährleistet sein, dass Menschen unter Einhaltung der notwendigen hygienischen Schutzmaßnahmen ihre Meinungen öffentlich äußern können. Wenn jedoch verschwörungsideologische und rechtsextreme Akteure, Kampagnen und Gruppierungen die Pandemie nutzen, die demokratische Verfasstheit unseres Staates zu bekämpfen und in unsolidarischer Weise Schutzmaßnahmen gegen die Krankheit zu missachten, treten wir dem entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>8. Covid-19 macht nicht an Grenzen halt. Menschen in Regionen, die durch Klimawandel, Krieg und andere Rahmenbedingungen ohnehin benachteiligt sind, verdienen mehr denn je unsere umfassende Unterstützung. Dazu gehören direkte finanzielle und soziale Hilfen sowie höchste Anstrengungen zur Befriedung von Regionen. Menschen, die keine unmittelbare Perspektive in ihrer Heimat haben, müssen wir Möglichkeiten geben, sich auch bei uns ein neues Leben aufzubauen. Internationale Solidarität muss Vorrang vor nationalem Handeln haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>9. Staatliches und solidarisches Handeln erfordert eine ausreichende soziale Infrastruktur. Diese Infrastruktur sollte weitgehend in kommunaler Hand sein. Die Personal- und Sachausstattung von Krankenhäusern, Gesundheitsämtern sowie Hilfsangeboten muss verbessert werden und in ganz M-V verfügbar sein. Neben der Bekämpfung von Krankheitsfolgen muss zudem ein größerer Fokus auf die Prävention gelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>10. Covid-19 zeigt, dass es möglich ist, in unserer Gesellschaft flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse der Lebensgestaltung zu reagieren. Diese Erkenntnisse wollen wir nutzen, um weiter daran zu arbeiten, neue Modelle der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, Arbeit und häusliche Pflege, Arbeit und Betreuung von Kindern zu entwickeln und zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><sup>1 </sup>Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes; <a href="https://www.sozial.de/neue-zahlen-zur-kinderarmut-corona-krise-verschlimmert-situation.html">https://www.sozial.de/neue-zahlen-zur-kinderarmut-corona-krise-verschlimmert-situation.html</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung der Dringlichkeit: erfolgt mündlich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Inhaltliche Begründung: erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 21 Aug 2020 06:38:37 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LaVo-Bandelin: Bandelin, Nils</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Bandelin_Nils-55049</link>
                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
                        <guid>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Bandelin_Nils-55049</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/ldkmv_0820/Bandelin_Nils-55049/embeddedpdf?file=%2Fldkmv_0820%2FBandelin_Nils-55049%2Fviewpdf%3FsectionId%3D8820"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 17 Aug 2020 15:58:59 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LaVo-Thiede: Thiede, Ronja</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Thiede_Ronja-60403</link>
                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
                        <guid>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Thiede_Ronja-60403</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/ldkmv_0820/Thiede_Ronja-60403/embeddedpdf?file=%2Fldkmv_0820%2FThiede_Ronja-60403%2Fviewpdf%3FsectionId%3D8820"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 17 Aug 2020 15:58:31 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D1: Vorwärtskommen auf Usedom – Die B 111 nicht zum größten Parkplatz des Landes machen</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Vorwaertskommen_auf_Usedom__Die_B_111_nicht_zum_groessten_Parkplatz_des_-11387</link>
                        <author>LAG Mobilität &amp; Verkehr (beschlossen am: 15.08.2020)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Insel Usedom ist Sehnsuchtsort für viele Menschen und damit auch ein touristischer Hotspot des Landes. Hierdurch ist bereits jetzt die Grenze der Belastung im Verkehrsbereich in den Sommermonaten auf den Straßen erreicht. Mit dem Ausbau der zweiten Inselzufahrt im Rahmen der OU Wolgast und dem Bau des Swinetunnels werden weitere Verkehrsströme die Insel erreichen. Will man dem individuellen Verkehr verträglich Herr werden, müsste man die B 111 über die Insel ausbauen und würde ein Straßenbauwerk vergleichbar mit der B 96n auf Rügen erhalten. Bereits auf Rügen hat dieses Bauwerk dem Reiz der Insel massiv geschadet. Auf Usedom wären die Folgen für Natur und Umwelt noch weitaus massiver.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb beschließt die Landesdelegiertenkonferenz MV:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg–Vorpommern setzen sich auf allen Ebenen für ein Mobilitätskonzept für die Insel Usedom ein, dass dem öffentlichen Verkehr und dem Radverkehr absolute Priorität einräumt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für den <strong>Bahnverkehr</strong> bedeutet das:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Wiedereinrichtung der Schienenstrecke Ducherow–Swinemünde–Heringsdorf (Karniner Brücke)</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Einrichten einer umsteigefreien Verbindung bis Greifswald mind. im Stundentakt</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Ausbau der Kreuzungsbahnhöfe zur besseren Taktung auf der Schienenstrecke Züssow – Heringsdorf – Swinemünde und Einführung eines mind. 15 Minuten Taktes</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Verbesserung der Situation in den Bahnhöfen, damit Reisende sich dort auch aufhalten können.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Anstatt einer völlig unwirtschaftlichen und teuren Fährverbindung zwischen Ueckermünde und Usedom–Süd sollen alle verfügbaren Gelder für die Wiedererrichtung der Karniner Brücke und der Bahnstrecke verwendet werden</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um dem <strong>ÖPNV</strong> die notwendige Priorität einzuräumen bedarf es folgender Maßnahmen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li value="6">Verbesserung des Linienverkehrs auf der Insel und den Zufahrten. Jeder Ort auf der Insel muss mind. stündlich, im Sommer halbstündlich, angebunden sein. Insbesondere in den Tagesrandzeiten muss das Angebot auch auf die Angebote auf der Insel angepasst sein.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Ausweitung des Kaiserticket auf die gesamte Insel und Erweiterung auch für die Bürgerinnen und Bürger der Insel. Eine Finanzierung über eine Abgabe (1Euro Ticket) durch die Bewohnerinnen und Bewohner (zusätzlich zur Tourismusabgabe, die bei den Gästen erhoben wird) ist zu prüfen und die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Land zumindest im Rahmen eines Modellprojekts zu schaffen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>Einrichtung eines Buspendelverkehres mit Kleinbussen vorzugsweise mit Elektroantrieb von den Bahnhöfen an die Strände.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der <strong>Radverkehr</strong> ist auf der Insel nicht nur für die Gäste ein bevorzugtes Verkehrsmittel. Gefördert werden muss aber auch der <strong>Fußverkehr</strong>. Bislang wird die Infrastruktur auf der Insel im wesentlichen dem motorisierten Individualverkehr untergeordnet. Um das zu ändern muss:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li value="9">Das Rad– und Fußwegenetz auf der Insel verbessert werden, insbesondere müssen Lückenschlüsse für durchgehende Rad– und Fußwege priorisiert werden</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li>Ein durchgehendes, überregionales und regionales Radwegenetz über Anklam und Greifswald nach Usedom und ums Stettiner Haff geschaffen werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>Ein Wanderwegenetz für Tourismus und Naherholung muss über die Insel errichtet werden, hierfür sind auch sog. „Verschwundene Wege“ wieder zu reaktivieren.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li>Für die Hauptverkehrsstraßen sind sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende zu schaffen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Unterstützung dieser Maßnahmen sind folgende Maßnahmen erforderlich:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li value="13">Konsequente Verkehrsberuhigung in den Ortslagen durch Einführung von Tempo 30</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li>Die Ortsumfahrung Wolgast lehnen wir in der aktuell geplanten Variante als teures, überflüssiges Mammutprojekt an falscher Stelle ab.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="15"><li>Wir lehnen die gegenwärtige, überteure kreisliche und gemeindliche Subventionierung des Flughafens Heringsdorf ab. Flugverkehr muss die anfallenden Kosten selbst tragen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="16"><li>Wir unterstützen einen Verbund von Marinas in der Region Usedom und am Festlandsgürtel mit einem gemeinsamen Marketing.</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung der Dringlichkeit:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>erfolgt mündlich</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Inhaltliche Begründung des Antrags:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die nicht nur zu den Ferienzeiten prekäre Verkehrssituation auf Usedom ist das Ergebnis grundlegend falscher Verkehrspolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern, auch hinsichtlich seiner Anmeldungen beim Bund, sowie des Landkreises Vorpommern-Greifswald bzw. dessen Rechtsvorgängern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im April 2019 hat die LAG MoVe in Zinnowitz eine Verkehrskonferenz Usedom durchgeführt. Die Einwohner*innen und Einwohnersowie wichtige Akteur*innen vor Ort haben mit uns die Situation, die Herausforderungen und auch Lösungen diskutiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir bestreiten nicht die grundsätzliche Notwendigkeit einer Ortsumfahrung Zirchow, aber ohne eine Verlagerung von Gütern und Personen auf die Schiene und damit die Wiedereinrichtung der Schienenstrecke über Karnin sowie Stärkung des ÖPNV auf Usedom wird diese Ortsumfahrung die Verkehrssituation massiv verschlechtern: Für die Einwohner*innen und Gäste, für die Umwelt und für die Steuerzahler*innen. Die Ortsumgehung Wolgast wird endgültig den Verkehrskollaps auf der B 111 und in den anliegenden Gemeinden besiegeln. Die Schienenanbindung über Karnin wird nur verbal verkündet – Gespräche mit der polnischen Seite zur Durchbindung dieser Schienenstrecke durch Swinemünde nach Heringsdorf finden nicht statt. Im Gegenteil besteht die Gefahr, dass <span class="strike">das Planum</span> diese gewidmete Strecke durch die Ortsumgehung Zirchow belegt wird und diese Schienenanbindung damit endgültig begraben wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gespräche zu sehr gut möglichen Synergien: Durchbindung dieser Schienenstrecke, Bau einer Schienenstrecke durch den Swinetunnel, gemeinsame Nutzung des Flughafens Stettin-Gollnow (Szczecin-Goleniòw), Marinanetz im Stettiner Haff, Radwegenetz u.a., finden nicht statt. Stattdessen wird der Swinetunnel im Jahr 2022 fertiggestellt werden und das deutsche Verkehrsnetz wird darauf nicht vorbereitet sein. Die Landesregierung MV im Zusammenspiel mit dem Bundesverkehrsministerium haben kürzlich verkündet, dass sie sich für die OU Zirchow &#039;Varianten vorstellen könnten&#039;. Die Frage der Abführung dieses Verkehrs von Usedom ist bis heute nicht gelöst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir Bündnisgrüne schlagen Maßnahmen vor, die die Verkehrsentwicklung auf und vor der Insel Usedom – sowie auch Wollin/Wolin – nachhaltig verbessern werden. Wir unterstreichen, dass wir Maßnahmen planen, die nicht die Situation sogar drastisch verschlechtern, sondern das Leben und die Gesundheit für Einwohner*innen und Gäste sowie die Umweltsituation verbessern.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 17 Aug 2020 13:55:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW21-Tesche: Tesche, Andreas (Platz 4)</title>
                        <link>https://ldkmv_0820.antragsgruen.de/ldkmv_0820/Tesche_Andreas-53464</link>
                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/ldkmv_0820/Tesche_Andreas-53464/embeddedpdf?file=%2Fldkmv_0820%2FTesche_Andreas-53464%2Fviewpdf%3FsectionId%3D8497"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 17 Aug 2020 11:26:47 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>BTW21-Horn: Horn, Katharina (Platz 2)</title>
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                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/ldkmv_0820/Horn_Katharina-13217/embeddedpdf?file=%2Fldkmv_0820%2FHorn_Katharina-13217%2Fviewpdf%3FsectionId%3D8497"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Aug 2020 14:52:05 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LaVo-Katz: Katz, Andreas</title>
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                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/ldkmv_0820/Katz_Andreas-19868/embeddedpdf?file=%2Fldkmv_0820%2FKatz_Andreas-19868%2Fviewpdf%3FsectionId%3D8820"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Aug 2020 12:40:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LaVo-Peter: Peter, Nicole</title>
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                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/ldkmv_0820/Peter_Nicole-54099/embeddedpdf?file=%2Fldkmv_0820%2FPeter_Nicole-54099%2Fviewpdf%3FsectionId%3D8820"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Aug 2020 12:35:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LaVo-Meder: Meder, Caroline</title>
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                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
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                        <pubDate>Mon, 10 Aug 2020 12:31:54 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LaVo-Haubold: Haubold, Andreas</title>
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                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
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                        <pubDate>Mon, 10 Aug 2020 12:29:48 +0200</pubDate>
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                        <title>LaVo-Krüger: Krüger, Ole</title>
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                        <author>Denis Wermuth (LGF/Admin)</author>
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                        <pubDate>Mon, 10 Aug 2020 12:27:16 +0200</pubDate>
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